Ich bin nun mittlerweile schon wieder fast 3 Wochen zurueck in Indien und auch wieder Ganz hier im Leben. Seit unserer Rueckkehr ist die Arbeit hier irgendwie intensiver etwas geworden. Einerseits, weil gerade Ostern war, aber auch weil ich noch mehr Zeit mit den Kindern verbringen will, weil ich irgendwie merke, dass die Zeit echt schon vergeht.
Letztes Wochenende war ja Ostern... prinzipiell eigentlich in Indien kein grosses Fest, weil ja fast alle Menschen hier Hindus sind. Da unser Projekt aber ein christliches ist, feierten wir Ostern. Bettina und ich bereiteten letzte Woche fuer jeden der Burschen ein Osternest vor. Am Samstag Vormittag kauften wir dann nach 100 Eier und kochten diese und faerbten sie anschliessend. Hat eigentlich ueberraschenderweise echt gut funktioniert. Das einzige, aber witzige Problem war, dass wir die Eier nicht abschrecken konnten, weil ja das Wasser aus der Leitung auch warm kommt
Am Sonntag in der Frueh fuhren wir dann gemeinsam mit den Burschen aus dem Shelter mit dem Bus nach Sabbavaram. Dort freuten wir uns riessig wieder alle Burschen zu sehen. Dann gab es eine wunderschoene gemeinsame Messe, dann anschliessend gemeinsames Mittagessen. Danach gab es noch ein Programm mit Taenzen, Liedern usw. Waehrenddessen versteckten wir die Osterneste unter den vielen wunderschoenen Palmen. Nach dem Programm teilten wir die Burschen in Gruppen ein und jeder durfte sich ein Osternest suchen. War irgendwie witzig und mal ganz anders als in Oesterreich.
Nach der Suche tanzten wir noch fleissig und anschliessend spielten wir noch Volleyball und Fussball und genossen die gemeinsame Zeit. War richtig schoen und aber auch echt heiss. Das schoene nach solchen Tage ist dann immer nach Hause zu kommen und dann eine WARME Dusche zu geniessen (kaltes wasser waere zwar nett, aber sowas gibt es derzeit aus der Leitung nicht).
Im Shelter haben wir jetzt jeden Tag wieder Drawing class, aber nut mit den juengeren Burschen, sie haben naemlich jetzt immer am Nachmittag frei. Das Zeichnen und Basteln mit ihnen ist immer sehr spannend, da sie sich fuer so viele Sachen begeistern lassen, da sie viele Sachen nicht kennen und in Indien unter Zeichnen normalerweise eher perfektes Nachzeichnen verstanden wird und die Burschen dann natuerlich ueberaus erfreut sind, weil sie bei uns zum Beispiel wie gestern, mit Farbe und Murmeln einen Zettel gestalten duerfen.
In der Schule hat sich in letzter Zeit der Stundenplan bei mir wieder etwas geaendert. Ich unterrichte seit letzter Woche die 1. Klasse in Englisch. Ist eine grosse Ehre, weil Volontaere normalerweise die erste Klasse nicht bekommen. Die Kinder freuen sich sehr, dass sie endlich mal einen Sister haben und ausserdem ist es auch fuer sie spannend, weil wir doch einen anderen Unterrichtsstil haben als unsere indischen Kollegen. Zum Beispiel kontrolliere ich wirklich jeden Tag ob die Hausuebung gebracht wird usw. Sie sind echt aufgeweckt, aber absolut interessiert und irgendwie auch so suess, weil sie halt noch so Fragen stellen wie zum Beispiel in welcher Zeile sie schreiben sollen. Mir kommt es in der 1. Klasse absolut zugute, dass ich schon etwas Telugu kann. So schreibe ich ihnen die Vokabeln zuerst auf Telugu in Teluguschrift auf und dann dazu das Englisch. Gut fuer sie, weil sie es so sicher verstehen und aber noch besser fuer mich, weil es eine echt gute Uebung fuer mich ist und ich somit mein Telugu, besonders das Schreiben verbessere.
Ab Freitag waerde ich in der Schule auch nich zusaetzlich die 6. Klasse in Englisch unterrichten, dass heisst ich bin dann Montag, Mittwoch und Freitag eine Stunde laenger in der Schule. Wird natuerlich noch anstrengender, aber es ist echt wichtig, dass die 6. Klasse ordentlichen Englischunterricht haben. Heute habe ich sie auch ein bisschen unterrichtet, gemeinsam mit der ersten Klasse. Da ist der Unterschied dann schon sehr gross.
Klingt jetzt vielleicht komisch, die erste und die sechste Klasse gemeinsam zu unterrichten, aber heute war ein Lehrer nicht da, also wir dann alles etwas umgestellt. Da hab ich dann einfach in der ersten Einheit Englisch in 2, 3 und 6 gleichzeitig unterrichtet und dann in der zweiten Einheit Englisch in der 1. Und nebenbei Mathe in der 6. Nicht immer so einfach, aber einfach indisch und irgendwie funktioniert es dann schon. In Oesterreich waere das irgendwie absolut nicht vorstellbar.
Die Tempertaturen steigen immer mehr und mehr, aber ich hab mich mitterweile schon daran gewoehnt, dass ich einfach immer schwitze. Besonders beim Fussball spielen ist es sehr heiss, aber wie gesagt alles Gewoehnungssache.
Aja neben dem „Arbeiten“ haben wir letzte Woche in einer Mittagspause eine Freundin in ihrem Haus besucht. Sie hat uns auf dem Weg zu ihren Haus mitgeteilt, dass ihre Familie aus der mittleren Schicht und ihr Haus also nicht so gross ist. Es bestand dann aus einer eher kleinen Kueche, einem kleinen Bade bzw. Waschzimmer und aus einem Wohnraum, in dem ca. drei Betten Platz haben. Es standen zwei dort, in denen die ganze Familie (Mutter, zwei Toechter, ein Sohn) schlaeft. Eines der Betten wurde aufgestellt, damit wir uns zum Essen auf den Boden setzen konnten. Wir bekamen ein echt leckeres Essen auf einem Blatt serviert. War schoen dort zu sein und eine ganz normale indische Familie zu besuchen. Die Gastfreundschaft ist so unglaublich gross.
Jetzt hab ich echt schon wieder viel geschrieben.
Ich werde auch neue Fotos von der letzten Zeit hochstellen. Ich hoffe ihr hattet schoene Osterfeiertage.
Ganz liebe Gruesse sendet
Martina
Über mich
Mittwoch, 7. April 2010
Montag, 22. März 2010
Familienbesuch, Visaprobleme, Oesterreichurlaub und zurueck nach Indien
In den letzer Zeit habe ich nichts geschrieben, weil es so turbelnt war, mehr action waere echt nicht moeglich gewesen.
Wie bereits erwaehnt besuchten mich Papa, Doris und Christoph am 1. Februar. Sie blieben 4 Tage bei mir in Visakhapatnam und ich zeigten ihnen Shelter, Schule, Sabbavaram, die Maerkte, das Leben, die Leute usw. War sehr spannend ihre Eindruecke zu erfahren, da fuer mich das meiste schon sehr alltaeglich ist. Nach dieser gemeinsamen Zeit verbrachten wir noch eine Woche in Delhi, wo wir uns das Taj Mahal und diverese andere Sehenswuerdigkeiten ansahen. Das Leben dort ist teilweise schon viel moderener als hier in Vizag, also war es fuer mich auch sehr interessant die Unterschiede zu sehen. Doch ich war auch wieder froh nach einer Woche wieder in mein Projekt zurueckkehren zu koennen und die Kinder wieder zu sehenen.
Eine Woche spaeter bekamen wir dann eine fuer uns nicht so erfreuliche Nachricht. Doch zuvor die Vorgeschichte: Wir erfuhren etwa Mitte Jaenner, dass in Indien die Visumsbedingungen geaendert wurden und wir deshalb ab Mitte Februar fuer 2 Monate aus Indien ausreisen muessen. Wir versuchten noch eine andere Regelung zu schaffen, doch am 19. Februar stand dann fest, dass wir nach Oesterreich zurueckfliegen mussten. Wir hatten drei Tage Zeit um uns von allen zu verabschieden und bereits am 22. Februar flogen Bettina und ich gemeinsam nachhause.
Die Stimmung war natuerlich nicht sehr gut, weil unsere Plaene und Vorstellungen geaendert werden mussten. Irgendwie war ich sehr gespannt auf den „Kulturschock“ von den alle sprechen, denn wenn ich so an Oesterreich dachte, konnte ich mir echt nicht vorstellen, dass mich dies betreffen wird.
Als ich dann aber dort unterwegs war, war es zeitweise echt ein komisches Gefuehl, irgendwie schwer in Worte zu fassen. Erst da begriff ich dann wieder, wie unterschiedlich das Leben in den beiden Laendern ist. Ganz besonders schwierig war es aber, da in Oesterreich gerade Winter war und das Wetter, aber auch die Stimmung der Menschen in dieser Zeit nicht in Hoechstform sind. Doch es war wunderschoen zu sehen wie ich von Familie und Freunden mit offenen Armen empfangen worden bin. Sie halfen mir dabei, mich wieder wohl zu fuehlen und auch einige schoene Stunden zu verbringen.
Danke dafuer, es war sicher nicht sehr einfach mit mir!!!!!
Mit viel Glueck schafften wir es doch bereits nach 3 Wochen wieder ein Visum zu bekommen und machten uns bereits am 19. Maerz wieder auf den Weg nach Indien. Der Abschied war diesmal nicht so schwer, weil ich 1. wusste was mich in Indien erwartet und 2. sah ich durch meinen Aufenthalt in Oesterreich, dass ich auch in einem halben Jahr dort wieder mein Nest und meine fruehere Umgebung finden werde.
Als wir am Samstag in Indien ankamen war die Freude sehr gross. Unsere Koechin holte uns mit einem Taxi vom Flughafen ab (sie war das erste Mal in einen Flughafen und wuenschte es sich schon lange einen zu sehen). Die ersten Minuten der Fahrt brauchte ich etwas um mich wieder an den Verkehr und die Umwelt zu gewoehnen. Es war schoen wieder unser Zimmer zu betreten und also so vorzufinden, wie es vor 3 Wochen war. Wir rasteten uns kurz aus und gingen danach sofort ins Shelter um die Burschen zu begruessen. Die Wiedersehensfreude war gross und die gewohnte Vertrautheit sofort wieder da. Natuerlich war ich auch am Nachmittag wieder mit voller Begeisterung beim Fussball spielen dabei. Die einzige Schwierigkeit dabei ist, dass wir das langsame Ansteigen der Temperatur ein Stueckweit verfehlt haben, da wir uns zwischendurch in Oesterreich abgekuehlt haben, also sind die etwa 32- 35 Grad derzeit noch etwa schwierig zu ertragen, aber es wird schon.
Heute war bereits der erste Schultag und auch der Alltag ist wieder wie gewohnt, so als haette es nie eine Unterbrechnung gegeben.
Ich bin froh wieder hier sein zu koennen um meine Arbeit fortzusetzen, doch mittlerweile sehe ich immer mehr postive Seiten an dem kurzen Oesterreichurlaub. Dadurch ist mir vieles hier wieder bewusster geworden und ich gehe teilweise mit einer anderen Einstellungen an Sachen heran.
Danke nochmals an meine Familie und meine Freunde fuer die Unterstuetzung in den fuer mich nicht ganz so einfachen 3 Wochen. Es ist schoen die Gewissheit zu haben, dass ich jederzeit zurueckkommen kann und aufgefangen werde.
Ich schicke euch ein paar indische Sonnenstrahlen dafuer!!!
eure sehr glueckliche Martina
Wie bereits erwaehnt besuchten mich Papa, Doris und Christoph am 1. Februar. Sie blieben 4 Tage bei mir in Visakhapatnam und ich zeigten ihnen Shelter, Schule, Sabbavaram, die Maerkte, das Leben, die Leute usw. War sehr spannend ihre Eindruecke zu erfahren, da fuer mich das meiste schon sehr alltaeglich ist. Nach dieser gemeinsamen Zeit verbrachten wir noch eine Woche in Delhi, wo wir uns das Taj Mahal und diverese andere Sehenswuerdigkeiten ansahen. Das Leben dort ist teilweise schon viel moderener als hier in Vizag, also war es fuer mich auch sehr interessant die Unterschiede zu sehen. Doch ich war auch wieder froh nach einer Woche wieder in mein Projekt zurueckkehren zu koennen und die Kinder wieder zu sehenen.
Eine Woche spaeter bekamen wir dann eine fuer uns nicht so erfreuliche Nachricht. Doch zuvor die Vorgeschichte: Wir erfuhren etwa Mitte Jaenner, dass in Indien die Visumsbedingungen geaendert wurden und wir deshalb ab Mitte Februar fuer 2 Monate aus Indien ausreisen muessen. Wir versuchten noch eine andere Regelung zu schaffen, doch am 19. Februar stand dann fest, dass wir nach Oesterreich zurueckfliegen mussten. Wir hatten drei Tage Zeit um uns von allen zu verabschieden und bereits am 22. Februar flogen Bettina und ich gemeinsam nachhause.
Die Stimmung war natuerlich nicht sehr gut, weil unsere Plaene und Vorstellungen geaendert werden mussten. Irgendwie war ich sehr gespannt auf den „Kulturschock“ von den alle sprechen, denn wenn ich so an Oesterreich dachte, konnte ich mir echt nicht vorstellen, dass mich dies betreffen wird.
Als ich dann aber dort unterwegs war, war es zeitweise echt ein komisches Gefuehl, irgendwie schwer in Worte zu fassen. Erst da begriff ich dann wieder, wie unterschiedlich das Leben in den beiden Laendern ist. Ganz besonders schwierig war es aber, da in Oesterreich gerade Winter war und das Wetter, aber auch die Stimmung der Menschen in dieser Zeit nicht in Hoechstform sind. Doch es war wunderschoen zu sehen wie ich von Familie und Freunden mit offenen Armen empfangen worden bin. Sie halfen mir dabei, mich wieder wohl zu fuehlen und auch einige schoene Stunden zu verbringen.
Danke dafuer, es war sicher nicht sehr einfach mit mir!!!!!
Mit viel Glueck schafften wir es doch bereits nach 3 Wochen wieder ein Visum zu bekommen und machten uns bereits am 19. Maerz wieder auf den Weg nach Indien. Der Abschied war diesmal nicht so schwer, weil ich 1. wusste was mich in Indien erwartet und 2. sah ich durch meinen Aufenthalt in Oesterreich, dass ich auch in einem halben Jahr dort wieder mein Nest und meine fruehere Umgebung finden werde.
Als wir am Samstag in Indien ankamen war die Freude sehr gross. Unsere Koechin holte uns mit einem Taxi vom Flughafen ab (sie war das erste Mal in einen Flughafen und wuenschte es sich schon lange einen zu sehen). Die ersten Minuten der Fahrt brauchte ich etwas um mich wieder an den Verkehr und die Umwelt zu gewoehnen. Es war schoen wieder unser Zimmer zu betreten und also so vorzufinden, wie es vor 3 Wochen war. Wir rasteten uns kurz aus und gingen danach sofort ins Shelter um die Burschen zu begruessen. Die Wiedersehensfreude war gross und die gewohnte Vertrautheit sofort wieder da. Natuerlich war ich auch am Nachmittag wieder mit voller Begeisterung beim Fussball spielen dabei. Die einzige Schwierigkeit dabei ist, dass wir das langsame Ansteigen der Temperatur ein Stueckweit verfehlt haben, da wir uns zwischendurch in Oesterreich abgekuehlt haben, also sind die etwa 32- 35 Grad derzeit noch etwa schwierig zu ertragen, aber es wird schon.
Heute war bereits der erste Schultag und auch der Alltag ist wieder wie gewohnt, so als haette es nie eine Unterbrechnung gegeben.
Ich bin froh wieder hier sein zu koennen um meine Arbeit fortzusetzen, doch mittlerweile sehe ich immer mehr postive Seiten an dem kurzen Oesterreichurlaub. Dadurch ist mir vieles hier wieder bewusster geworden und ich gehe teilweise mit einer anderen Einstellungen an Sachen heran.
Danke nochmals an meine Familie und meine Freunde fuer die Unterstuetzung in den fuer mich nicht ganz so einfachen 3 Wochen. Es ist schoen die Gewissheit zu haben, dass ich jederzeit zurueckkommen kann und aufgefangen werde.
Ich schicke euch ein paar indische Sonnenstrahlen dafuer!!!
eure sehr glueckliche Martina
Samstag, 23. Januar 2010
Neujahr, mein Geburstag, Pongal, Besuch bei den Tribals und ein bisschen Alltag
Zur Zeit mag meine Verdauung nicht so sehr, also verbringe ich heute den ganzen Tag im Bett und hab beschlossen wiedereinmal einen Blogeintrag zu schreiben.
Seit Weihnachten ist bis jetzt noch immer nicht viel Ruhe eingekehrt, sondern es war immer jede Menge los.
Angefangen hat es mit einer Silvesterfeier in Sabbavaram. Zuerst hatten wir eine kleine Messe. Anschliessend wurde gemeinsam getanzt, ein paar Kracher geschossen und wieder getanzt und getanzt und getanzt. War eine sehr schoene Feier. Mitternacht verbrachten wir dann zu dritt auf unserem Balkon, mit Herzenlicht. War sehr schoen.
Am 1. Jaenner waren wir natuerlich fleissig in der Schule und blieben sogar noch am Nachmittag dort, weil wir da mit den Kindern ein Neujahrsprogramm mit vielen verschiedenen Spielen machten. Ganz besonders fuer mich war auch, dass wir endlich einmal mit den Kindern in der Schule gemeinsam Mittagessen konnten.
Am 1. Jaenner hatte unsere Schulleiterin Geburstag, am 2. Jaenner dann unser Father und am 3. Jaenner ich, da wurde echt viel gefeiert.
Mein Geburtstag war ein ganz besonderer Tag fuer mich. Es hat schon mit einem wunderschoenen Fruehstueck begonnen, dann gemeinsames Mittagessen mit den Burschen im Shelter. Am Nachmittag gab es dann noch ein Programm im Shelter. Am Abend fuhr ich dann nach Sabbavaram, wo es noch eine Geburtstagsfeier fuer den Father und mich gab. Danach hatten Eli und Bettina noch im Zimmer eine kleiner Feier fuer mich vorbereitet. Am naechsten Tag wurde dann noch in der Schule kurz gefeiert. Ich hab soviele wunderschoene Zeichnungen bekommen und so viele strahlende Gesichter. Es war ein unvergesslicher wunderschoener Tag.
Nach diesen Feiertagen kehrte wieder Alltag ein, aber nur fuer eine Woche, denn von 13. – 15. war dann Pongal, eines der wichtigsten Fester der Hindus. Am 13. hatten wir noch Schule, aber es waren nur 9 Kinder da, also waren dann die naechsten Tage frei. Ich bekam nicht sehr viel mit von den Feierlichkeiten, da es im Shelter nicht gefeiert wurde. Aber unser lieber Nachbar stellte seine grossen Boxen direkt vor unseren Balkon und spielte 4 Tage lang lautstark Musik. Ich liebe die indische Musik, aber alles hat eine Grenze. ;)
Diese Woche bekamen wir die Moeglichkeit, dass wir nocheinmal nach Narsipatnam fahren umd die Doerfter der Tribals zu besuchen. Wir machten uns gemeinsam mit Verena (einer oesterreichischen Volontaerin) und Kerstin (einer deutschen Volontaerin) auf den Weg nach Narsipatnam und fuhren dann am Donnerstag gemeinsam mit einem Father zu verschiedene Doerfer. Es war wieder ein sehr praegendes Erlebnis, weil wir fast nur neue Doerfter besuchten und die Gastfreundschaft der Menschen so mitreissend ist.
Ein Dorf war besonders abenteuerlich. Zu diesem mussten wir zuerst eine halbe Stunde lang einen schmalen Weg auf den Berg hinaufgehen. Als wir oben ankamen versteckten sich die Menschen eher vor uns, in den anderen Doerften rannten sie uns eigentlich immer zu. In diesem einem abgelegen Dorf hatten die Menschen sogar Angst vor unseren Fotoapparaten und nur wenige trauten sich uns ueberhaupt die Hand zu geben. Es ist unvorstellbar, dass Menschen so abgeschieden leben.
Nach diesem wunderbaren Tag fuhren wir noch mit dem Bus nachhause und gestern waren wir dann wieder in der Schule.
Morgen haben machen wir mit den Shelterburschen einen Ausflug, weil unsere schweizer Kollegin, die Eli, leider schon naechsten Freitag nach Hause fahren wird. Bin echt schon gespannt wie es ohne sie wird.... sie gehoert einfach zu uns dazu.
Montag und Dienstag werden wir dann mit Burschen von Sabbavaram und vom Shelter in Vijawada verbringen, den dort ist ein Programm von allen Don Bosco Strassenkinder Projekten von Andra Pradesh. Da ist ein Programm mit etwa 400 Burschen. Bin schon gespannt was da auf uns zukommen wird. Ich freu mich schon auf die gemeinsam Zeit mit den Burschen und ausserdem darauf, dass wir Volos uns wieder alle treffen koennen.
Also am Ende naechster Woche muessen wir uns leider von der Eli verabschieden und dann am 1. Februar kommt mich meine Familie besuchen. Ich freu mich schon sehr auf sie und bin schon gespannt wie es sein wird ihnen meine neue Heimat zu zeigen.
Ganz liebe, mittlerweile schon wieder sehr sonnige, Gruesse
Martina
Seit Weihnachten ist bis jetzt noch immer nicht viel Ruhe eingekehrt, sondern es war immer jede Menge los.
Angefangen hat es mit einer Silvesterfeier in Sabbavaram. Zuerst hatten wir eine kleine Messe. Anschliessend wurde gemeinsam getanzt, ein paar Kracher geschossen und wieder getanzt und getanzt und getanzt. War eine sehr schoene Feier. Mitternacht verbrachten wir dann zu dritt auf unserem Balkon, mit Herzenlicht. War sehr schoen.
Am 1. Jaenner waren wir natuerlich fleissig in der Schule und blieben sogar noch am Nachmittag dort, weil wir da mit den Kindern ein Neujahrsprogramm mit vielen verschiedenen Spielen machten. Ganz besonders fuer mich war auch, dass wir endlich einmal mit den Kindern in der Schule gemeinsam Mittagessen konnten.
Am 1. Jaenner hatte unsere Schulleiterin Geburstag, am 2. Jaenner dann unser Father und am 3. Jaenner ich, da wurde echt viel gefeiert.
Mein Geburtstag war ein ganz besonderer Tag fuer mich. Es hat schon mit einem wunderschoenen Fruehstueck begonnen, dann gemeinsames Mittagessen mit den Burschen im Shelter. Am Nachmittag gab es dann noch ein Programm im Shelter. Am Abend fuhr ich dann nach Sabbavaram, wo es noch eine Geburtstagsfeier fuer den Father und mich gab. Danach hatten Eli und Bettina noch im Zimmer eine kleiner Feier fuer mich vorbereitet. Am naechsten Tag wurde dann noch in der Schule kurz gefeiert. Ich hab soviele wunderschoene Zeichnungen bekommen und so viele strahlende Gesichter. Es war ein unvergesslicher wunderschoener Tag.
Nach diesen Feiertagen kehrte wieder Alltag ein, aber nur fuer eine Woche, denn von 13. – 15. war dann Pongal, eines der wichtigsten Fester der Hindus. Am 13. hatten wir noch Schule, aber es waren nur 9 Kinder da, also waren dann die naechsten Tage frei. Ich bekam nicht sehr viel mit von den Feierlichkeiten, da es im Shelter nicht gefeiert wurde. Aber unser lieber Nachbar stellte seine grossen Boxen direkt vor unseren Balkon und spielte 4 Tage lang lautstark Musik. Ich liebe die indische Musik, aber alles hat eine Grenze. ;)
Diese Woche bekamen wir die Moeglichkeit, dass wir nocheinmal nach Narsipatnam fahren umd die Doerfter der Tribals zu besuchen. Wir machten uns gemeinsam mit Verena (einer oesterreichischen Volontaerin) und Kerstin (einer deutschen Volontaerin) auf den Weg nach Narsipatnam und fuhren dann am Donnerstag gemeinsam mit einem Father zu verschiedene Doerfer. Es war wieder ein sehr praegendes Erlebnis, weil wir fast nur neue Doerfter besuchten und die Gastfreundschaft der Menschen so mitreissend ist.
Ein Dorf war besonders abenteuerlich. Zu diesem mussten wir zuerst eine halbe Stunde lang einen schmalen Weg auf den Berg hinaufgehen. Als wir oben ankamen versteckten sich die Menschen eher vor uns, in den anderen Doerften rannten sie uns eigentlich immer zu. In diesem einem abgelegen Dorf hatten die Menschen sogar Angst vor unseren Fotoapparaten und nur wenige trauten sich uns ueberhaupt die Hand zu geben. Es ist unvorstellbar, dass Menschen so abgeschieden leben.
Nach diesem wunderbaren Tag fuhren wir noch mit dem Bus nachhause und gestern waren wir dann wieder in der Schule.
Morgen haben machen wir mit den Shelterburschen einen Ausflug, weil unsere schweizer Kollegin, die Eli, leider schon naechsten Freitag nach Hause fahren wird. Bin echt schon gespannt wie es ohne sie wird.... sie gehoert einfach zu uns dazu.
Montag und Dienstag werden wir dann mit Burschen von Sabbavaram und vom Shelter in Vijawada verbringen, den dort ist ein Programm von allen Don Bosco Strassenkinder Projekten von Andra Pradesh. Da ist ein Programm mit etwa 400 Burschen. Bin schon gespannt was da auf uns zukommen wird. Ich freu mich schon auf die gemeinsam Zeit mit den Burschen und ausserdem darauf, dass wir Volos uns wieder alle treffen koennen.
Also am Ende naechster Woche muessen wir uns leider von der Eli verabschieden und dann am 1. Februar kommt mich meine Familie besuchen. Ich freu mich schon sehr auf sie und bin schon gespannt wie es sein wird ihnen meine neue Heimat zu zeigen.
Ganz liebe, mittlerweile schon wieder sehr sonnige, Gruesse
Martina
Dienstag, 29. Dezember 2009
Weihnachten und Ganztagesspiel
In der letzten Woche waren zwei soo wunderschoene und wichtige Ereignisse, darum melde ich mich schon wieder um darueber zu berichten.
Zuerst war am 25. Dezember die Weihnachtsfeier.
Die grosse Weihnachtsfeier fand jedoch dann in Sabbavaram mit den Kindern vom Shelter und von Sabbavaram statt. Das Haus und der Raum wurde von den Mitarbeitern in Sabbavaram dekoriert.
Am Vormittag gab es bei dieser Feier ein gemeinsame Messe. Dafuer bereiteten wir Kerze in kleinen Schalen vor, sodass jeder beim gemeinsamen Einzug ein Licht zur Messe tragen konnten. Wir sangen fuer die Messe ein paar deutsche und englische Lieder und die Kinder ein paar Lieder in Telugu.
Nach der Messe gab es dann die Weihnachtsfeier. Wir verkleideten einen Schweizer Volontaer als Santa Claus. Er kam und verteilte Suessigkeiten an die Kinder. Ausserdem tanzte Santa Claus, alle Kinder und alle Mitarbeiter.
Nachdem Santa Claus uns wieder verliess, bekam jedes Kind ein kleines Geschenk. Dann wurde ein Krippenspiel aufgefuehrt, drei Taenze und es wurde gemeinsam Gesungen.
Als Abschluss gabe es noch ein besonderes Mittagessen fuer alle.
Es war ein ganz anders, aber wunderschoenes Weihnachten fuer mich. Ich habe es soo sehr genoessen mit soo vielen gemeinsam dieses Fest zu feiern.
Da die Burschen vom Shelter zur Zeit in Sabbavaram sind und wir im Shelter nur zwei Collegeburschen haben, beschlossen wir am Sonntag (27.12.09) im Sabbavaram mit allen Buben (ca. 100) ein Programm zu machen.
Also packten wir am Sonntag dann die beiden Collegeburschen ein und fuhren nach Sabbavaram.
Wir trommelten alle Kinder zusammen und erzaehlten ihnen, dass wir eine Schatzkarte gehabt haben, die wir ihnen bringen wollten, aber auf dem Weg kamen Maenner und nahmen uns diese Karte weg. Da wir ihnen aber den Schatz schenken wollen, sollen sie uns helfen die Karte wieder zu bekommen.
Zuerst machten wir ein Spiel um die Kinder in 6 Gruppen einzuteilen. Jede Gruppe bekam eine Farbe und jedes Kind ein Band in dieser Farbe um die Hand. Nun erklaerten wir das Vormittagsprogramm. Jedes Gruppe musste sich einen Platz suchen und diesen gestalten, einen Gruppennamen finden, eine Flagge gestalten und einen kurzen Tanz erfinden, ausserdem muessten zwei Kinder jeder Gruppe als Piraten verkleidet werden. Am Ende des Vormittags wurde von uns ueberprueft, ob die Aufgaben erfuellt wurden.
Am Nachmittag machten wir dann ein Gelaendespiel mit ihnen. Jede Gruppe hatte Jaeger und Schmuggler. Die Schmuggler mussten Stoffstreifen in einem bestimmten Feld suchen und diese dann an den Jaegern vorbei in ihr Lager bringen. Die Jaeger konnten sie dabei fangen und den Stoffstreifen abnehmen. Wenn eine Gruppe 5 Stoffstreifen hatte, konnten sie zur uns kommen und mussten eine Aufgabe erfuellen, dann bekamen sie fuer die Stoffstreifen einen Schatzkartenteil.
Das Spiel dauerte etwa 45 Minuten.
Danach wurden alle zusammengeholt und es wurde die Schatzkarte zusammengeklebt. Dabei wurden die Teile von allen Gruppen verwendet. Auf der Karte war dann der Schatz eingezeichnet und die Kinder suchten diesen und er wurde dann auf alle verteilt.
Die Aktion war ein grosser Erfolg, weil es fuer die Kinder eine tolle Abwechslung zum gewoehnlichen Programm war. Durch die Hilfe des Brothers in Sabbavaram, der alles uebersetzte und uns unterstuetze, gestaltete sich alles auch sehr unkompliziert.
Nach diesem Tag hatte ich innerlich soo viel Freude und ich war so gluecklich. Ich liebe einfach strahlende Kinderaugen.
So naja und jetzt bin ich gestaerkt durch diese tollen Erlebnisse und gespannt was in naechster Zeit auf mich zukommt, weil es stehen schon wieder viele Ereignisse an.
Euch allen wuensche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles erdenklich Gute fuer 2010.
Martina
Zuerst war am 25. Dezember die Weihnachtsfeier.
Die grosse Weihnachtsfeier fand jedoch dann in Sabbavaram mit den Kindern vom Shelter und von Sabbavaram statt. Das Haus und der Raum wurde von den Mitarbeitern in Sabbavaram dekoriert.
Am Vormittag gab es bei dieser Feier ein gemeinsame Messe. Dafuer bereiteten wir Kerze in kleinen Schalen vor, sodass jeder beim gemeinsamen Einzug ein Licht zur Messe tragen konnten. Wir sangen fuer die Messe ein paar deutsche und englische Lieder und die Kinder ein paar Lieder in Telugu.
Nach der Messe gab es dann die Weihnachtsfeier. Wir verkleideten einen Schweizer Volontaer als Santa Claus. Er kam und verteilte Suessigkeiten an die Kinder. Ausserdem tanzte Santa Claus, alle Kinder und alle Mitarbeiter.
Nachdem Santa Claus uns wieder verliess, bekam jedes Kind ein kleines Geschenk. Dann wurde ein Krippenspiel aufgefuehrt, drei Taenze und es wurde gemeinsam Gesungen.
Als Abschluss gabe es noch ein besonderes Mittagessen fuer alle.
Es war ein ganz anders, aber wunderschoenes Weihnachten fuer mich. Ich habe es soo sehr genoessen mit soo vielen gemeinsam dieses Fest zu feiern.
Da die Burschen vom Shelter zur Zeit in Sabbavaram sind und wir im Shelter nur zwei Collegeburschen haben, beschlossen wir am Sonntag (27.12.09) im Sabbavaram mit allen Buben (ca. 100) ein Programm zu machen.
Also packten wir am Sonntag dann die beiden Collegeburschen ein und fuhren nach Sabbavaram.
Wir trommelten alle Kinder zusammen und erzaehlten ihnen, dass wir eine Schatzkarte gehabt haben, die wir ihnen bringen wollten, aber auf dem Weg kamen Maenner und nahmen uns diese Karte weg. Da wir ihnen aber den Schatz schenken wollen, sollen sie uns helfen die Karte wieder zu bekommen.
Zuerst machten wir ein Spiel um die Kinder in 6 Gruppen einzuteilen. Jede Gruppe bekam eine Farbe und jedes Kind ein Band in dieser Farbe um die Hand. Nun erklaerten wir das Vormittagsprogramm. Jedes Gruppe musste sich einen Platz suchen und diesen gestalten, einen Gruppennamen finden, eine Flagge gestalten und einen kurzen Tanz erfinden, ausserdem muessten zwei Kinder jeder Gruppe als Piraten verkleidet werden. Am Ende des Vormittags wurde von uns ueberprueft, ob die Aufgaben erfuellt wurden.
Am Nachmittag machten wir dann ein Gelaendespiel mit ihnen. Jede Gruppe hatte Jaeger und Schmuggler. Die Schmuggler mussten Stoffstreifen in einem bestimmten Feld suchen und diese dann an den Jaegern vorbei in ihr Lager bringen. Die Jaeger konnten sie dabei fangen und den Stoffstreifen abnehmen. Wenn eine Gruppe 5 Stoffstreifen hatte, konnten sie zur uns kommen und mussten eine Aufgabe erfuellen, dann bekamen sie fuer die Stoffstreifen einen Schatzkartenteil.
Das Spiel dauerte etwa 45 Minuten.
Danach wurden alle zusammengeholt und es wurde die Schatzkarte zusammengeklebt. Dabei wurden die Teile von allen Gruppen verwendet. Auf der Karte war dann der Schatz eingezeichnet und die Kinder suchten diesen und er wurde dann auf alle verteilt.
Die Aktion war ein grosser Erfolg, weil es fuer die Kinder eine tolle Abwechslung zum gewoehnlichen Programm war. Durch die Hilfe des Brothers in Sabbavaram, der alles uebersetzte und uns unterstuetze, gestaltete sich alles auch sehr unkompliziert.
Nach diesem Tag hatte ich innerlich soo viel Freude und ich war so gluecklich. Ich liebe einfach strahlende Kinderaugen.
So naja und jetzt bin ich gestaerkt durch diese tollen Erlebnisse und gespannt was in naechster Zeit auf mich zukommt, weil es stehen schon wieder viele Ereignisse an.
Euch allen wuensche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles erdenklich Gute fuer 2010.
Martina
Freitag, 25. Dezember 2009
neue Videos online
Hier koennt ihr euch wieder ein paar Videos von hier ansehen!!
http://www.youtube.com/watch?v=Ncgs4O6v8ng
http://www.youtube.com/watch?v=jUpmNHBrMHs
http://www.youtube.com/watch?v=ABSqa_twmkk
http://www.youtube.com/watch?v=Ncgs4O6v8ng
http://www.youtube.com/watch?v=jUpmNHBrMHs
http://www.youtube.com/watch?v=ABSqa_twmkk
Mittwoch, 23. Dezember 2009
Weihnachten steht vor der Tuer
Mittlerweile ist schon wieder eine Weile vergangen seitdem ich von hier berichtet habe und es ist auch schon wieder jede Menge passiert.
Mitte November fuhren ich, Bettina und Eli nach Hyderabad, weil wir dort ein Meeting mit zwei von Jugend eine Welt hatte. Das Schoenste an der ganzen Aktion war, dass wir die anderen Jugend eine Welt Volos (Verena, Anna Sandra) dort trafen. Wir verbrachten gemeinsam auch ein bisschen Zeit in Hyderabad, sahen uns andere Don Bosco Projekte und die Stadt etwas an. Es tat sehr gut mit den anderen Erfahrungen auszutauschen und somit auch die eigenen Erfahrungen zu reflektieren.
Die Zugfahrt bis nach Hyderabad und wieder zurueck war dabei das Anstrengendenste. Die dauerte 13 Stunden. Es war zwar wunderschoen, weil wir bei offenen Fenster (bzw. Sogar teilweise bei offener Tuer) sassen und die Landschaft an uns vorbei zog, aber 13 Stunden sitzen und nicht sehr viel Platz haben... Aber bei dieser engen Zugfahrt entstehen viele nette Bekanntschaften und Gespraeche. Bei der Heimfahrt hat zum Beispiel ein etwa 2jaehriges Maedchen 2 Stunden auf meinem Schoss geschlafen, weil ihre Eltern keinen Sitzplatz gehabt haben und sie muede war. Aber alles kein Problem hier in Indien.
Als wir wieder zuhause ankamen war die Freude unsere Kinder wieder zu sehen sehr gross. Naja und die Freude darueber, dass wir nun alle Arbeitsblaetter von der Schule, die die Kinder in dieser Zeit gemacht haben, kontrollieren duerfen, war natuerlich riessengrosss, aber war auch dann bald geschafft.
Dann hat auch schon die Adventzeit begonnen. Naja also so halt offiziell. Hier habe ich eigentlich nichts davon gemerkt. Um etwas Adventstimmung zu zaubern haben wir im Shelter fuer die Burschen einen Adventkalender aufgehaengt. Jeden Tag befindet sich darin ein Puzzleteil (von einem Bild, dass die Kinder angemalt haben), sodass am Schluss dann ein Bild von der Heiligen Familie entsteht. Wir ziehen jeden Tag einen Namen eines Buben, der dann dieses Puzzleteil aufkleben darf und ein kleines Geschenk bekommt. Daran kann man echt erkennen, wie schnell die Zeit vergeht, morgen ist schon wieder der letzte Puzzleteil.
Um fuer weihnachtliche Stimmung zu sorgen haben wir auch schon ein paar Sterne im Shelter gebastelt und aufgehaengt. Ja und das grosse Projekt, dass heute hoffentlich fertiggestellt wird, ist eine selbstgemachte Krippe. Wir arbeiten nun schon etwa 2- 3 Wochen jeden Tag in drawing daran und heute wird sie aufgestellt. Ich werde euch bald ein Foto online stellen, dann erspare ich das Beschreiben.
Als Weihnachtsgeschenk fuer unsere Burschen haben wir uns gedacht, wir machen Perlentiere, als Schluesselanhaenger, fuer sie. Da wir in Sabbavaram feiern und dort dann alle Buben sind, haben wir also voller Motivation 100 Perlentiere gemacht. Wir haben viele verschiedene Typen zusammengebracht und sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Leider wird hier in Indien nicht Weihnachten mit dem Christkind gefeiert, sondern mit dem Santa Claus. Wir haben dazu einen Volontaer (ein Schweizer, der aber in Sabbavaram ist) ausgewaehlt, dass er diese sein darf. Bin echt gespannt wie das erste Weihnachten mit dem Santa Claus wird. Uebringes wird hier Weihnachten am 25 gefeiert, und nicht wie bei uns am 24. Darum werden wir auch morgen noch Schule haben und nur dann am 25. frei. Laenger haben wir nicht frei, weil die meisten unserer Schueler Hindus sind und so nicht Weihnachten feiern.
Unsere Burschen vom Shelter haben aber schon frei, deswegen werden sie heute oder morgen nach Sabbavaram fahren um dort die Ferien zu verbringen. Da wird es bei uns dann viel ruhiger werden und wenig zu tun geben, aber fuer die Buben ist es echt toll, wenn sie in das gruene Paradies auf Urlaub fahren koennen.
Aja noch ein kleines Erlebnis moecht ich euch kurz berichten. Vor einigen Wochen haben wir fuer einen Tag eine kleine Schwester (ca. 2 Jahre) bekommen. Sie ist in der Nacht von der Polizei vorbeigebracht worden, weil sie nach einer Veranstaltung am Strand von ihren Eltern vergessen oder vl auch absichtlich zurueckgelassen wurde. Die Nacht hat sie bei unsere Koechin im Zimmer verbracht. Untertags war sie dann bei uns. Wir haben sie auch ins Shelter mitgenommen. Die kleinsten Burschen haben sich total lieb um sie gekuemmert und einer hat sie gleich vor die Spielplatte gesetzt, damit sie mitspielen kann. Am Abend wuerde sie dann von unserem Father in ein Heim fuer Maedchen gebracht. Seitdem wissen wir leider nichts mehr, aber hoffen, dass es ihr gut geht.
Soweit die neuesten Erlebnisse von mir.
Ich freue mich schon sehr auf das mal ganz andere Weihnachten (mit derzeit ca. 30 Grad)
Ich wuensche euch allen gesegnete Weihnachten, schoene Feiertage und alles erdenklich Gute im neuen Jahr!
Ich denke an euch!!!
Martina
Mitte November fuhren ich, Bettina und Eli nach Hyderabad, weil wir dort ein Meeting mit zwei von Jugend eine Welt hatte. Das Schoenste an der ganzen Aktion war, dass wir die anderen Jugend eine Welt Volos (Verena, Anna Sandra) dort trafen. Wir verbrachten gemeinsam auch ein bisschen Zeit in Hyderabad, sahen uns andere Don Bosco Projekte und die Stadt etwas an. Es tat sehr gut mit den anderen Erfahrungen auszutauschen und somit auch die eigenen Erfahrungen zu reflektieren.
Die Zugfahrt bis nach Hyderabad und wieder zurueck war dabei das Anstrengendenste. Die dauerte 13 Stunden. Es war zwar wunderschoen, weil wir bei offenen Fenster (bzw. Sogar teilweise bei offener Tuer) sassen und die Landschaft an uns vorbei zog, aber 13 Stunden sitzen und nicht sehr viel Platz haben... Aber bei dieser engen Zugfahrt entstehen viele nette Bekanntschaften und Gespraeche. Bei der Heimfahrt hat zum Beispiel ein etwa 2jaehriges Maedchen 2 Stunden auf meinem Schoss geschlafen, weil ihre Eltern keinen Sitzplatz gehabt haben und sie muede war. Aber alles kein Problem hier in Indien.
Als wir wieder zuhause ankamen war die Freude unsere Kinder wieder zu sehen sehr gross. Naja und die Freude darueber, dass wir nun alle Arbeitsblaetter von der Schule, die die Kinder in dieser Zeit gemacht haben, kontrollieren duerfen, war natuerlich riessengrosss, aber war auch dann bald geschafft.
Dann hat auch schon die Adventzeit begonnen. Naja also so halt offiziell. Hier habe ich eigentlich nichts davon gemerkt. Um etwas Adventstimmung zu zaubern haben wir im Shelter fuer die Burschen einen Adventkalender aufgehaengt. Jeden Tag befindet sich darin ein Puzzleteil (von einem Bild, dass die Kinder angemalt haben), sodass am Schluss dann ein Bild von der Heiligen Familie entsteht. Wir ziehen jeden Tag einen Namen eines Buben, der dann dieses Puzzleteil aufkleben darf und ein kleines Geschenk bekommt. Daran kann man echt erkennen, wie schnell die Zeit vergeht, morgen ist schon wieder der letzte Puzzleteil.
Um fuer weihnachtliche Stimmung zu sorgen haben wir auch schon ein paar Sterne im Shelter gebastelt und aufgehaengt. Ja und das grosse Projekt, dass heute hoffentlich fertiggestellt wird, ist eine selbstgemachte Krippe. Wir arbeiten nun schon etwa 2- 3 Wochen jeden Tag in drawing daran und heute wird sie aufgestellt. Ich werde euch bald ein Foto online stellen, dann erspare ich das Beschreiben.
Als Weihnachtsgeschenk fuer unsere Burschen haben wir uns gedacht, wir machen Perlentiere, als Schluesselanhaenger, fuer sie. Da wir in Sabbavaram feiern und dort dann alle Buben sind, haben wir also voller Motivation 100 Perlentiere gemacht. Wir haben viele verschiedene Typen zusammengebracht und sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Leider wird hier in Indien nicht Weihnachten mit dem Christkind gefeiert, sondern mit dem Santa Claus. Wir haben dazu einen Volontaer (ein Schweizer, der aber in Sabbavaram ist) ausgewaehlt, dass er diese sein darf. Bin echt gespannt wie das erste Weihnachten mit dem Santa Claus wird. Uebringes wird hier Weihnachten am 25 gefeiert, und nicht wie bei uns am 24. Darum werden wir auch morgen noch Schule haben und nur dann am 25. frei. Laenger haben wir nicht frei, weil die meisten unserer Schueler Hindus sind und so nicht Weihnachten feiern.
Unsere Burschen vom Shelter haben aber schon frei, deswegen werden sie heute oder morgen nach Sabbavaram fahren um dort die Ferien zu verbringen. Da wird es bei uns dann viel ruhiger werden und wenig zu tun geben, aber fuer die Buben ist es echt toll, wenn sie in das gruene Paradies auf Urlaub fahren koennen.
Aja noch ein kleines Erlebnis moecht ich euch kurz berichten. Vor einigen Wochen haben wir fuer einen Tag eine kleine Schwester (ca. 2 Jahre) bekommen. Sie ist in der Nacht von der Polizei vorbeigebracht worden, weil sie nach einer Veranstaltung am Strand von ihren Eltern vergessen oder vl auch absichtlich zurueckgelassen wurde. Die Nacht hat sie bei unsere Koechin im Zimmer verbracht. Untertags war sie dann bei uns. Wir haben sie auch ins Shelter mitgenommen. Die kleinsten Burschen haben sich total lieb um sie gekuemmert und einer hat sie gleich vor die Spielplatte gesetzt, damit sie mitspielen kann. Am Abend wuerde sie dann von unserem Father in ein Heim fuer Maedchen gebracht. Seitdem wissen wir leider nichts mehr, aber hoffen, dass es ihr gut geht.
Soweit die neuesten Erlebnisse von mir.
Ich freue mich schon sehr auf das mal ganz andere Weihnachten (mit derzeit ca. 30 Grad)
Ich wuensche euch allen gesegnete Weihnachten, schoene Feiertage und alles erdenklich Gute im neuen Jahr!
Ich denke an euch!!!
Martina
Sonntag, 22. November 2009
Ein unvergesslicher Tag!!
Es ist zwar schon sehr spaet und ich sollte eigentlich eher schlafen, aber ich muss einfach euch noch ueber den heutigen Tag berichten.
Dieser Eintrag ist fuer mich bis jetzt der Schwierigste, nicht weil ich etwas Furchtbares berichte, sondern weil ich nicht die richtigen Worten finden werde um zu beschreiben, was ich heute erlebt und gesehen habe. Es ist nicht moeglich alles zu berichten und zu beschreiben, aber ich moechte ein Stueck weit euch daran teil haben lassen, sogut es geht.
Unser Tag fing heute ganz normal an, wie ein Sonntag eben. Nach dem Fruehstueck (9.00 Uhr) fragte uns der Father Noel (Leiter der Provinz) ob wir mitfahren wollen um die Tribals (Doerfer die sehr abgelegen liegen) zu besuchen. Er wird naemlich dort heute ein paar Don Bosco Projekte besuchen. Wir waren sofort Feuer und Flamme und fuhren schlussendlich dann schon um halb 10 ab. Wir haben zwar eigentlich viele Sachen zu tun, weil wir morgen fuer 5 Tage nach Hyderabad fahren, aber wir liessen alles liegen und stehen.
Wir fuehren von unserem Haus mit dem Jeep los. Schoen langsam verliessen wir die Stadt und kamen an den Stadtrand. Diese Gegend kennen wir auch bereits. Dort gibt es schon viele Holzhuetten. Als wir schon ca. 1 Stunde von der Stadt entfernt waren, fuhren wir durch absolute Natur, jedoch auf einer grossen Strasse. Rechts und links davon sahen wir immer wieder Hirten mit ihren Herden, Huetten aus Palmenblaettern. Wir waren total interessiert an dieser anderen Lebensweise und hofften, dass wir wirklich hier ein Dorf betrachten koennen, dass so anders lebt.
Nach etwa eineinhalb Stunden fahrt bogen wir von der grossen Strasse ab und fuhren eine kleinere Strasse. Hier entlang waren noch viel mehr Huetten, immer wieder kleine Doerfer, viele Hirten und Tiere. Die Menschen wuschen ihre Waesche im Fluss. Ganz anders als das Leben in der Stadt. Nach etwa 2 Stunden fahrt erreichten wir dann das Dorf Nasripatnam. Dort gibt es zwar einige Geschaefte und es spielt sich auch dort was ab. Wir fuhren zum Office von den Don Bosco Projekten. Dort machten wir eine kurze Pause und fuhren dann weiter . Uns wurde gesagt, dass wir nus nun Projekte in Doerfte anschauen werden. Wir waren total gespannt.
Die Gegend war so, wie das letzte Stueck von unsere vorrigen fahrt. Also viele Huetten, immer wieder kleine Doerfte, immer wieder Hirten. Nach etwa 45 min. weiterer Fahrt fuhren wir bei einem etwas groessen Siedlung von Huetten vorbei. Uns wurde mitgeteilt, dass es dort ein Don Bosco Projekt gibt, dass wir uns spaeter ansehen werden.
Vor uns war nun ein riessiger gruener Berg. Wir fuhren diesen Berg rauf, sogar eigentlich asphaltierte Strasse. Rechts und links von uns war absolut unberuehrte Natur, Palmen, viele verschieden Baeume, Tiere (sogar einmal eine Affenbande)... Nach ca. 15 min kurviger Fahrt blieben wir stehen und stoppten bei einem Dorf, das absolut abgeschieden von der unteren Welt ist, so scheint es zumindestens. Wir wurden dort herzlich empfangen, es wurde gesungen, wir bekamen Blumenketten, begruessten viele Kinder und Menschen, versuchten etwas Telugu zu sprechen und freuten uns die Leute kennenzulernen. Leider hatten wir wenig Zeit, und konnten uns somit nur das Projekt (ein kleines Haus) ansehen und aber im Dorf nicht herumgehen. Also ich hab das Gefuehl gehabt, als waeren diese Menschen vollkommend abgeschnitten von der Welt.
Als wir nach einer Weile wieder in den Jeep stiegen hiess es, dass wir nun noch ein anderes Dorf, noch weiter oben am Berg besuchen werden. Wir fuhren die asphaltierte Strasse weiter entlang. Irgendwann endete sie und wir bogen in einen Weg mit Lehmboden ein. Rechts und links waren grosse Buesche, rechts und links am Jeep streifte alles, weil der Weg so eng war, kein Mensch zu sehen, abolute Stille wirklich nur Natur und wir. Einmal sahen wir ein verlassenes Haus – uns wurde erklaert, dass dies eine Schule vom Staat ist, aber die Lehrer kommen nur etwa 2 mal im Monat, also kommen natuerlich auch keine Schueler mehr.
Nach etwas 15 min. fahrt sahen wir vor uns ein kleines Dorf aus Huetten. Eine Menschenansammlung (ich glaube einfach alle Dorfbewohner) warteten dort bereits auf uns und Father Noel. Wir wurden herzlichst begruesst, uns wurde die Schule gezeigt (ein kleiner Platz, der etwas ueberdacht ist). Wir machten wieder viele Fotos, sprachen etwas mit den Menschen. Dann fuehrten sie uns in ihr Dorf hinauf. Wir gingen an ihren Huetten vorbei und nahmen dort Platz. Es wurden ein paar Worte von dem einen und anderen gesagt. Dann hiess es, dass die Frauen vom Dorf uns einen traditionellen Tanz zeigen werden. Wir wurden sofort eingeladen zum Mittanzen, also bewegten wir uns mit ihnen Arm in Arm zur Trommelmusik im Kreis. Das war ein richtiges Erlebnis. Wunderschoen, einfach unbefreit und viel viel Gemeinschaft. Ich habe so das Gefuehl, dass die Menschen dort gluecklich sind, ausserdem herrscht eine grosse Gemeinschaft und Zusammenhalt. Jeder kennt jeden, sie leben einfach gemeinsam und leben zusammen und nicht nebeneinander. Ausserdem sind auch dort die Gewaender alle bunt, kunterbunt... echt farbenfroh. Die Menschen leben dort ohne Strom, Internet, Wasserleitung, wirklich einfach mit der Natur. Ich hab noch nie erlebt, dass es an einem Ort so leise war. DAS einzige Geraeusch war wirklich das zwitschern von den Voegeln. Dort leben die Menschen mit der Natur , in der Natur.
Dieses Dorf hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Irgendwie zeigt es mir, dass die Menschen dort auch gluecklich leben, obwohl sie keinen Luxus haben und ich frag mich, ob sie, wenn sie reicher werden, oder nicht so abgeschieden Leben wuerden, nicht genauso gluecklich oder vl sogar weniger waeren.
Aber es ist natuerlich nicht alles gut dort. Ich glaube die Arbeit und das Leben ist sehr anstrengend und oft schwierig, weil Wasser knapp wird oder auch Essen. Ein weiteres Problem dort ist auch der Alkohol, den sie selbst herstellen. Wir erfuhren auch, dass sie teilweise schon sehr bald ihre Kinder verheiraten. Die Fathers versuchen sie zwar darueber aufzuklaeren, aber es ist sehr schwierig. Ein Father erzaehlte uns, dass vorkurzem ein 15 jaehriges Maedchen aus dem Dorf bei der Geburt ihres Kindes starb. Ihre Ehemann ist gerade erst 18 Jahre alt. Die Menschen von dort sind einfach nicht bereit, die Chance zu nuetzen und einen Doktor zu rufen, oder auch ins Krankenhaus zu gehen. Sie sind damit ueberfordert und wollen es nicht, weil es fuer sie fremd ist.
Wir haben in dem Dorf eine sehr nette Zeit verbracht, doch leider viel zu kurz, weil wir in ein anderes Projekt aufbrechen mussten. Aja uns wurde berichtet, dass die Strasse weiter noch ein Projekt ist. Echt verwunderlich, ich dachte wirklich hier kanns dann nichts mehr geben, aber anscheinend schon.
Wir fuhren also wieder einen engen Weg weiter zu einem weiteren Dorf. Dieses war etwas groesser und schon wieder naeher an einem groesseren Dorf, also etwas moderene, dass heisst es hat zum Beispiel einen Volleyballplatz gegeben und einen Brunnen zum Wasser holen. Rund um dieses Dorf waren riessengrosse gruene Flaechen. Wir sahen viele Kinder auf den Flaechen spielen. Sie haben wirklich Natuer pur zum Spielen.
Nachdem wir dort kurz waren fuhren wir den Berg wieder hinunter in das andere Projekt, an dem wir schon vorbeigefahren waren. Der Weg bergabwerts war sehr anstrengend, weil die Luft kalt war, wir viele viele Kurven fuhren und ausserdem viele Hoehenmeter hinter uns liessen. Am Weg sahen wir auch hier immer wieder Hirten mit ihren Herden. Es gibt auch immer wieder Kinder, die mit Tieren unterwegs sind. Einmal haben wir ein paar Kinder, die im Alter von ca. 2-6 sind, Wasser holen vom Brunnen gesehen. So bald an muessen sie schon zuhause mithelfen.
Als wir also in dem Dorf untem am Berg angekamen wurden wir auch dort begruesst, es wurde gesungen, wir sahen uns das Projekt an und fuehrten ein paar Gespraeche. Leider war es schon sehr spaet also fanden wir wenig Zeit um das Dorf anzusehen. Aber schon alleine mit den Menschen zu sprechen, die in solchen Huetten wohnen, die man nur von Bildern kennt, ist schon eine tolle Erfahrung.
Wir fuhren dann zum Office zurueck und nach einer Pause ging es wieder ab zurueck in die Stadt. Der erste Weg zurueck fuehrte bei den vielen Huetten vorbei. Alles war dunkel, weil es kaum Beleuchtung gibt.
Irgendwann sah ich dann schon die Lichter von der Stadt entgegenleuchten. Als wir dann bei der ersten roten Ampel standen und neben mir die Beleuchtung einer Hochzeitshalle herabblitze wurde mir bewusst, dass wir jetzt wieder in einem ganz anderen Teil von Indien sind.
Ich kann nicht sagen was mir besser gefaellt, ich kann nicht sagen was besser fuer die Menschen ist, ich weiss auch nicht was das Ziel waere, wenn ich den Menschen helfen wollte. Ist es besser alle in die Stadt zu bringen, ist ihr Leben am Land besser?
Viele Fragen und Gedanken tauchen nach so einen Tag auf. Ich kann keine Antwort finden, darum vertroeste ich mich damit, dass es nicht in meiner Hand liegt dies zu entscheiden und es auch wahrscheinlich keine eindeutige Antwort gibt.
Nach diesem Tag, an dem ich noch eine ganz eine andere Art von Leben kennengelernt habe, spielt sich viel im Bezug auf Einstellungen, Prioritaeten, Luxus und auch Zukunfts-ziele und – vorstellungen.
Es ist schoen sowas kennenzulernen. Teilweise hab ich mich als Tourist gefuellt und teilweise einfach, als wuerde ich Freunde treffen, mit denen ich tanze und mich ein wenig unterhalte.
Ich hoffe ich kann nochmal ein anderes Dorf besuchen, vielleicht bleibt auch dann Zeit ein bisschen mehr den Alltag folgen zu koennen. Aber ich bin dankbar, dass ich heute dieses Leben sehen durfte.
Vielleicht bringt es deine einen oder anderen auch zum Nachdenken. Ich glaube es ist in diesem Bezug nicht wichtig, den eigenen Lebensstil zu aendern, sondern vielleicht einfach bewusster zu leben und Dinge zu sehen.
Also ich bin wirklich gluecklich und freu mich jetzt schon auf morgen. Da geht es ab nach Hyderabad in die Hauptstadt unseres Bundesstaates (hat ca. soviele Einwohner wie ganz Oesterreich). Das wird nach dem heutigen Tag sicher ein gewaltiger Umschwung, aber wir freu mich schon sehr, weil wir Besuch von zwei von unsere Organisation bekommen und ausserdem treffe ich die drei anderen Volontaerinnen, die auch von Jugend eine Welt in Indien sind.
Heute etwas nachdenkliche, aber wunderschoene Gruesse in meine Heimat und auf all die anderen Teile der Welt!
Martina
P.S.: Fotos werden leider erst spaeter folgen
Dieser Eintrag ist fuer mich bis jetzt der Schwierigste, nicht weil ich etwas Furchtbares berichte, sondern weil ich nicht die richtigen Worten finden werde um zu beschreiben, was ich heute erlebt und gesehen habe. Es ist nicht moeglich alles zu berichten und zu beschreiben, aber ich moechte ein Stueck weit euch daran teil haben lassen, sogut es geht.
Unser Tag fing heute ganz normal an, wie ein Sonntag eben. Nach dem Fruehstueck (9.00 Uhr) fragte uns der Father Noel (Leiter der Provinz) ob wir mitfahren wollen um die Tribals (Doerfer die sehr abgelegen liegen) zu besuchen. Er wird naemlich dort heute ein paar Don Bosco Projekte besuchen. Wir waren sofort Feuer und Flamme und fuhren schlussendlich dann schon um halb 10 ab. Wir haben zwar eigentlich viele Sachen zu tun, weil wir morgen fuer 5 Tage nach Hyderabad fahren, aber wir liessen alles liegen und stehen.
Wir fuehren von unserem Haus mit dem Jeep los. Schoen langsam verliessen wir die Stadt und kamen an den Stadtrand. Diese Gegend kennen wir auch bereits. Dort gibt es schon viele Holzhuetten. Als wir schon ca. 1 Stunde von der Stadt entfernt waren, fuhren wir durch absolute Natur, jedoch auf einer grossen Strasse. Rechts und links davon sahen wir immer wieder Hirten mit ihren Herden, Huetten aus Palmenblaettern. Wir waren total interessiert an dieser anderen Lebensweise und hofften, dass wir wirklich hier ein Dorf betrachten koennen, dass so anders lebt.
Nach etwa eineinhalb Stunden fahrt bogen wir von der grossen Strasse ab und fuhren eine kleinere Strasse. Hier entlang waren noch viel mehr Huetten, immer wieder kleine Doerfer, viele Hirten und Tiere. Die Menschen wuschen ihre Waesche im Fluss. Ganz anders als das Leben in der Stadt. Nach etwa 2 Stunden fahrt erreichten wir dann das Dorf Nasripatnam. Dort gibt es zwar einige Geschaefte und es spielt sich auch dort was ab. Wir fuhren zum Office von den Don Bosco Projekten. Dort machten wir eine kurze Pause und fuhren dann weiter . Uns wurde gesagt, dass wir nus nun Projekte in Doerfte anschauen werden. Wir waren total gespannt.
Die Gegend war so, wie das letzte Stueck von unsere vorrigen fahrt. Also viele Huetten, immer wieder kleine Doerfte, immer wieder Hirten. Nach etwa 45 min. weiterer Fahrt fuhren wir bei einem etwas groessen Siedlung von Huetten vorbei. Uns wurde mitgeteilt, dass es dort ein Don Bosco Projekt gibt, dass wir uns spaeter ansehen werden.
Vor uns war nun ein riessiger gruener Berg. Wir fuhren diesen Berg rauf, sogar eigentlich asphaltierte Strasse. Rechts und links von uns war absolut unberuehrte Natur, Palmen, viele verschieden Baeume, Tiere (sogar einmal eine Affenbande)... Nach ca. 15 min kurviger Fahrt blieben wir stehen und stoppten bei einem Dorf, das absolut abgeschieden von der unteren Welt ist, so scheint es zumindestens. Wir wurden dort herzlich empfangen, es wurde gesungen, wir bekamen Blumenketten, begruessten viele Kinder und Menschen, versuchten etwas Telugu zu sprechen und freuten uns die Leute kennenzulernen. Leider hatten wir wenig Zeit, und konnten uns somit nur das Projekt (ein kleines Haus) ansehen und aber im Dorf nicht herumgehen. Also ich hab das Gefuehl gehabt, als waeren diese Menschen vollkommend abgeschnitten von der Welt.
Als wir nach einer Weile wieder in den Jeep stiegen hiess es, dass wir nun noch ein anderes Dorf, noch weiter oben am Berg besuchen werden. Wir fuhren die asphaltierte Strasse weiter entlang. Irgendwann endete sie und wir bogen in einen Weg mit Lehmboden ein. Rechts und links waren grosse Buesche, rechts und links am Jeep streifte alles, weil der Weg so eng war, kein Mensch zu sehen, abolute Stille wirklich nur Natur und wir. Einmal sahen wir ein verlassenes Haus – uns wurde erklaert, dass dies eine Schule vom Staat ist, aber die Lehrer kommen nur etwa 2 mal im Monat, also kommen natuerlich auch keine Schueler mehr.
Nach etwas 15 min. fahrt sahen wir vor uns ein kleines Dorf aus Huetten. Eine Menschenansammlung (ich glaube einfach alle Dorfbewohner) warteten dort bereits auf uns und Father Noel. Wir wurden herzlichst begruesst, uns wurde die Schule gezeigt (ein kleiner Platz, der etwas ueberdacht ist). Wir machten wieder viele Fotos, sprachen etwas mit den Menschen. Dann fuehrten sie uns in ihr Dorf hinauf. Wir gingen an ihren Huetten vorbei und nahmen dort Platz. Es wurden ein paar Worte von dem einen und anderen gesagt. Dann hiess es, dass die Frauen vom Dorf uns einen traditionellen Tanz zeigen werden. Wir wurden sofort eingeladen zum Mittanzen, also bewegten wir uns mit ihnen Arm in Arm zur Trommelmusik im Kreis. Das war ein richtiges Erlebnis. Wunderschoen, einfach unbefreit und viel viel Gemeinschaft. Ich habe so das Gefuehl, dass die Menschen dort gluecklich sind, ausserdem herrscht eine grosse Gemeinschaft und Zusammenhalt. Jeder kennt jeden, sie leben einfach gemeinsam und leben zusammen und nicht nebeneinander. Ausserdem sind auch dort die Gewaender alle bunt, kunterbunt... echt farbenfroh. Die Menschen leben dort ohne Strom, Internet, Wasserleitung, wirklich einfach mit der Natur. Ich hab noch nie erlebt, dass es an einem Ort so leise war. DAS einzige Geraeusch war wirklich das zwitschern von den Voegeln. Dort leben die Menschen mit der Natur , in der Natur.
Dieses Dorf hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Irgendwie zeigt es mir, dass die Menschen dort auch gluecklich leben, obwohl sie keinen Luxus haben und ich frag mich, ob sie, wenn sie reicher werden, oder nicht so abgeschieden Leben wuerden, nicht genauso gluecklich oder vl sogar weniger waeren.
Aber es ist natuerlich nicht alles gut dort. Ich glaube die Arbeit und das Leben ist sehr anstrengend und oft schwierig, weil Wasser knapp wird oder auch Essen. Ein weiteres Problem dort ist auch der Alkohol, den sie selbst herstellen. Wir erfuhren auch, dass sie teilweise schon sehr bald ihre Kinder verheiraten. Die Fathers versuchen sie zwar darueber aufzuklaeren, aber es ist sehr schwierig. Ein Father erzaehlte uns, dass vorkurzem ein 15 jaehriges Maedchen aus dem Dorf bei der Geburt ihres Kindes starb. Ihre Ehemann ist gerade erst 18 Jahre alt. Die Menschen von dort sind einfach nicht bereit, die Chance zu nuetzen und einen Doktor zu rufen, oder auch ins Krankenhaus zu gehen. Sie sind damit ueberfordert und wollen es nicht, weil es fuer sie fremd ist.
Wir haben in dem Dorf eine sehr nette Zeit verbracht, doch leider viel zu kurz, weil wir in ein anderes Projekt aufbrechen mussten. Aja uns wurde berichtet, dass die Strasse weiter noch ein Projekt ist. Echt verwunderlich, ich dachte wirklich hier kanns dann nichts mehr geben, aber anscheinend schon.
Wir fuhren also wieder einen engen Weg weiter zu einem weiteren Dorf. Dieses war etwas groesser und schon wieder naeher an einem groesseren Dorf, also etwas moderene, dass heisst es hat zum Beispiel einen Volleyballplatz gegeben und einen Brunnen zum Wasser holen. Rund um dieses Dorf waren riessengrosse gruene Flaechen. Wir sahen viele Kinder auf den Flaechen spielen. Sie haben wirklich Natuer pur zum Spielen.
Nachdem wir dort kurz waren fuhren wir den Berg wieder hinunter in das andere Projekt, an dem wir schon vorbeigefahren waren. Der Weg bergabwerts war sehr anstrengend, weil die Luft kalt war, wir viele viele Kurven fuhren und ausserdem viele Hoehenmeter hinter uns liessen. Am Weg sahen wir auch hier immer wieder Hirten mit ihren Herden. Es gibt auch immer wieder Kinder, die mit Tieren unterwegs sind. Einmal haben wir ein paar Kinder, die im Alter von ca. 2-6 sind, Wasser holen vom Brunnen gesehen. So bald an muessen sie schon zuhause mithelfen.
Als wir also in dem Dorf untem am Berg angekamen wurden wir auch dort begruesst, es wurde gesungen, wir sahen uns das Projekt an und fuehrten ein paar Gespraeche. Leider war es schon sehr spaet also fanden wir wenig Zeit um das Dorf anzusehen. Aber schon alleine mit den Menschen zu sprechen, die in solchen Huetten wohnen, die man nur von Bildern kennt, ist schon eine tolle Erfahrung.
Wir fuhren dann zum Office zurueck und nach einer Pause ging es wieder ab zurueck in die Stadt. Der erste Weg zurueck fuehrte bei den vielen Huetten vorbei. Alles war dunkel, weil es kaum Beleuchtung gibt.
Irgendwann sah ich dann schon die Lichter von der Stadt entgegenleuchten. Als wir dann bei der ersten roten Ampel standen und neben mir die Beleuchtung einer Hochzeitshalle herabblitze wurde mir bewusst, dass wir jetzt wieder in einem ganz anderen Teil von Indien sind.
Ich kann nicht sagen was mir besser gefaellt, ich kann nicht sagen was besser fuer die Menschen ist, ich weiss auch nicht was das Ziel waere, wenn ich den Menschen helfen wollte. Ist es besser alle in die Stadt zu bringen, ist ihr Leben am Land besser?
Viele Fragen und Gedanken tauchen nach so einen Tag auf. Ich kann keine Antwort finden, darum vertroeste ich mich damit, dass es nicht in meiner Hand liegt dies zu entscheiden und es auch wahrscheinlich keine eindeutige Antwort gibt.
Nach diesem Tag, an dem ich noch eine ganz eine andere Art von Leben kennengelernt habe, spielt sich viel im Bezug auf Einstellungen, Prioritaeten, Luxus und auch Zukunfts-ziele und – vorstellungen.
Es ist schoen sowas kennenzulernen. Teilweise hab ich mich als Tourist gefuellt und teilweise einfach, als wuerde ich Freunde treffen, mit denen ich tanze und mich ein wenig unterhalte.
Ich hoffe ich kann nochmal ein anderes Dorf besuchen, vielleicht bleibt auch dann Zeit ein bisschen mehr den Alltag folgen zu koennen. Aber ich bin dankbar, dass ich heute dieses Leben sehen durfte.
Vielleicht bringt es deine einen oder anderen auch zum Nachdenken. Ich glaube es ist in diesem Bezug nicht wichtig, den eigenen Lebensstil zu aendern, sondern vielleicht einfach bewusster zu leben und Dinge zu sehen.
Also ich bin wirklich gluecklich und freu mich jetzt schon auf morgen. Da geht es ab nach Hyderabad in die Hauptstadt unseres Bundesstaates (hat ca. soviele Einwohner wie ganz Oesterreich). Das wird nach dem heutigen Tag sicher ein gewaltiger Umschwung, aber wir freu mich schon sehr, weil wir Besuch von zwei von unsere Organisation bekommen und ausserdem treffe ich die drei anderen Volontaerinnen, die auch von Jugend eine Welt in Indien sind.
Heute etwas nachdenkliche, aber wunderschoene Gruesse in meine Heimat und auf all die anderen Teile der Welt!
Martina
P.S.: Fotos werden leider erst spaeter folgen
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